Verzahnung zwischen Einlagen- und Investmentgeschäft von Agent-Banken gibt Anlass zu Sicherheitsbedenken

Verzahnung zwischen Einlagen- und Investmentgeschäft von Agent-Banken gibt Anlass zu Sicherheitsbedenken

Neuen Erkenntnissen von SIX Securities Services zufolge sind 50% aller Finanzinstitute mit einer wachsenden Zahl von Kunden konfrontiert, die eine Trennung zwischen dem Einlagen- und Investmentgeschäft fordern

London / Genf, 28. September 2016: Eine unabhängige, von SIX Securities Services in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass über zwei Drittel (64%) aller Finanzinstitute besorgt darüber sind, dass Agent-Banken ein Einlage- und Investmentgeschäft betreiben. Lassen sich diese beiden Aktivitäten nicht trennen, bringt dies ein potenziell hohes Risiko für die Sicherheit von Vermögenswerten mit sich. Besonders ausgeprägt ist diese Sorge bei den global systemrelevanten Banken. 80% der Institute betrachten dies als Problem, was die systemische Inkompatibilität der beiden Geschäftsbereiche unterstreicht.

32% aller Befragten sind der Auffassung, dass der Druck, die Sicherheit von Vermögenswerten zu gewährleisten und nachzuweisen, in erster Linie von der Haftung für die eigene Bilanz herrührt, während 26% auf die Aufsichtsbehörden und 26% auf institutionelle Anleger verweisen. 16% führen den Druck auf die Kunden dieser Anleger zurück, wie Pensionsfonds und Versicherungen.

Im Einzelnen nannten die Befragten folgende wesentliche Bedenken:

  • Kontrahentenrisiko von Agent-Banken
  • Standort und Sicherheit eigener und Kundendaten
  • IT-Sicherheit von Anbietern
  • Risikoprofil von Anbietern (Bonität, operativ, Risikomanagement)
  • Sicherheitenverwaltung

Obwohl Due-Diligence-Fragebögen immer detaillierter werden, haben 28% der Befragten nicht das Gefühl, das Risikoprofil, darunter Bonität, Betriebsabläufe, Risikomanagementmodelle und Sicherheitsrichtlinien, von Agent-Banken präzise bestimmen zu können.

Als weiteres Problem werden unzureichende Sicherheiten genannt. Schliesslich sind 50% der Befragten der Auffassung, dass die Transparenzerfordernisse für Vermögenswerte durch Regelwerke wie Dodd-Frank und EMIR dazu führen, dass Sicherheiten nicht mehr ausreichen.

Thomas Zeeb, CEO von SIX Securities Services, bemerkt hierzu: «Diese Ergebnisse untermauern eindeutig, wie ernst unsere Branche die Sicherheit von Vermögenswerten nimmt. Die Kunden stehen durch die Notwendigkeit für Kostensenkungen, möglicherweise durch Outsourcing-Dienstleistungen, in der Zwickmühle. Dabei stellt sich die Frage, wie klug es ist, sich von Leistungserbringern derart abhängig zu machen. Als Finanzmarktinfrastruktur müssen wir solche Probleme angehen und unseren Kunden sichere und solide Lösungen bieten.»


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SIX

SIX betreibt die schweizerische Finanzplatzinfrastruktur und bietet weltweit umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wertschriftenhandel und -abwicklung sowie Finanzinformationen und Zahlungsverkehr an. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner Nutzer (rund 140 Banken verschiedenster Ausrichtung und Grösse) und erwirtschaftete 2015 mit über 4‘000 Mitarbeitenden und Präsenz in 25 Ländern einen Betriebsertrag von 1,8 Milliarden Schweizer Franken und ein Konzernergebnis von 713,7 Millionen Schweizer Franken.

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