Eine neue Lösung verringert die Steuerlast unserer Kunden!

Eine neue Lösung verringert die Steuerlast unserer Kunden!

Viele Investoren verzichten – wissentlich oder unwissentlich – auf eine Rückforderung ausländischer Quellensteuern. Die daraus resultierende Doppelbesteuerung führt zu Renditeeinbussen in Milliardenhöhe. Per 1. Januar 2017 lanciert SIX Securities die neue Steuerdienstleistung «Tax Reclaim Service» als Teil einer weltweit neuartigen Gesamtlösung für Banken und Investoren. Mit der neuen Lösung will SIX Securities Services marktübergreifende Skaleneffekte und signifikante Kosteneinsparungen im operativen Geschäftsfeld der Banken realisieren.

Um Banken und ihren Kunden die Steuerabwicklung in Zukunft zu erleichtern, lanciert SIX Securities Services 2017 einen neuen Service, der verschiedene Funktionen zentralisiert und automatisiert. Die erste Komponente bildet der Tax Reclaim Service – eine effiziente, transparente sowie kostengünstige Lösung für Quellensteuerrückforderungen. Für die neue Software arbeitet SIX mit der Beratungs- und Softwareentwicklungsfirma Confinale zusammen. Raiffeisen Schweiz Genossenschaft ist erste Pilotkundin.

Neben dem Tax Reclaim Service umfasst das neue Steuerangebot von SIX Securities Services eine erweiterte Datenbank mit wichtigen Steuerinformationen inklusive automatischer Datenanreicherung, kunden- und länderspezifischer Steuerberichte sowie einen vollständigen Audit-Bericht zur besseren Nachvollziehbarkeit der Prozesse.

Valerio Roncone, Head Markets & Clients SIX Securities Services: «In unserer Funktion als zentrale Finanzmarktinfrastruktur der Schweiz leisten wir einen substantiellen Beitrag zum finanziellen Erfolg des Finanzplatzes Schweiz. Damit sich Banken vermehrt auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, übernehmen wir arbeitsintensive und oftmals redundante Backoffice-Funktionen. Der neue Service soll langfristige Kosteneinsparungen begünstigen und weitere Renditeoptimierungspotentiale für unsere Kunden eröffnen.»

Die Gewährleistung einer kooperativen Infrastruktur für Banken zur Senkung operativer Kosten ist unlängst eine wichtige strategische Stossrichtung von SIX Securities Services: «Die von UBS-Chef Sergio Ermotti zwecks Kostendruck lancierte Idee einer gemeinsamen Transaktionsbank stützt unsere Positionierung und Strategie. Es gilt aber klar festzuhalten, dass es sich bei der Idee um die Wiederaufnahme einer lang geführten Debatte zu einer folgereichen und fundamentalen Zäsur im Finanzmarkt handelt. Unsere Strategie im Post-Trading-Bereich ist klar definiert – die neuen Services sind lanciert oder in einer fortgeschrittenen Phase. Auch wenn die Debatte der Transaktionsbank weitergeführt und konkretisiert wird, erwarten wir erst in fünf bis zehn Jahren konkrete Entscheide», so Valerio Roncone.

Einige Grundsätze der Doppelbesteuerung

Halten Schweizer Anleger Anteile ausländischer Gesellschaften, müssen sie auf Zinsen und Dividenden bei Fälligkeit eine Quellensteuer (vergleichbar mit der Schweizer Verrechnungssteuer) entrichten. Die Steuer wird von der Gesellschaft direkt abgezogen und an die ausländische Steuerbehörde überwiesen. Auf den verbleibenden Ertrag zahlt der Anleger eine Einkommenssteuer und wird folglich doppelt besteuert.

Verschiedene Doppelbesteuerungsabkommen mit Ländern ermöglichen, dass ein Teil der geleisteten Quellensteuer von der Einkommenssteuer in der Schweiz abgezogen werden kann. Die Option und Höhe des Anteils variieren von Land zu Land. Den Betrag, der den anrechenbaren Teil übersteigt, kann der Anleger vom jeweiligen Staat der Steuererhebung zurückfordern. Oft nimmt er dafür die Unterstützung seiner Bank in Anspruch. Da die Bank für den administrativen Aufwand eine Gebühr erhebt, lohnt sich die Rückforderung erst ab einer gewissen Mindestsumme. Gemäss Statistik der Eidgenössischen Steuerverwaltung (Einnahmen Verrechnungssteuer) entgehen Anlegern rund sechs Milliarden Schweizerfranken pro Jahr (durchschnittlicher Wert der letzten 15 Jahre)!