SIX x-clear verbessert ihr Risikomodell und justiert ihre Inter-CCP-Risikoexpositionen

SIX x-clear verbessert ihr Risikomodell und justiert ihre Inter-CCP-Risikoexpositionen

SIX x-clear – der Clearing-Arm von SIX Securities Services – hat ihr Risikomodell den Branchenstandards angepasst. Die Margen, die zentrale Gegenparteien untereinander einfordern (Inter-CCP-Margen), wurden justiert und somit die Modellgenauigkeit optimiert. Das Risiko, das sich zwischen interoperierenden CCPs ergibt, die bezüglich Effizienz und Entwicklungsoptimierung im Wettbewerb stehen, wird deutlich reduziert. Ein ausgewogenes Risikoprofil ist für den Liquiditätsfluss zwischen den Märkten unverzichtbar.

SIX x-clear AG hat bis Ende Mai 2017 eine Reihe von Änderungen an ihrem Risikomodell für Aktien eingeführt. Die verstärkte Deckung nach dem Verursacherprinzip («Defaulter pays»), mit erhöhten Margenanforderungen und niedrigerem Default Fund, steht im Einklang mit den Entwicklungen der Branche. Damit Best-Practice-Standards im Risikomanagement und die faire Behandlung aller Clearing Members sichergestellt werden, hat SIX x-clear das aktuelle Inter-CCP-Margenmodell angepasst und um ein Margin Add-on für Co-CCPs ergänzt.

Roger Storm, Deputy Head of CCP Clearing bei SIX Securities Services, erklärt: «SIX Securities Services sucht ständig nach Möglichkeiten, wie die Risikomodellierung im besten Interesse ihrer Clearing Members und der Finanzmarktteilnehmer weiter verbessert werden kann. SIX x-clear hat eng mit anderen CCPs und Aufsichtsbehörden zusammengearbeitet, um die Interoperabilität zwischen den CCPs sicherzustellen und eine bessere Abstimmung der Interessen und Risiken zwischen den Märkten zu erreichen.»

CCPs sind erheblichen Gegenparteirisiken ausgesetzt und handeln daher als unabhängige Risikobewerter. Aufgrund der zentralen Rolle, die CCPs beim Clearing einer wachsenden Anzahl von Abschlüssen einnehmen, ist die Robustheit und Ausgewogenheit ihrer Risikomodelle für die Stabilität und Attraktivität des Finanzmarkts von entscheidender Bedeutung. Als Gegenparteien stehen CCPs zwischen den Händlern und gewährleisten damit die Markteffizienz und die Einhaltung regulatorischer Vorschriften.

Die Clearing Members decken einen Teil der Risiken, indem sie den CCPs Sicherheiten (Margen) in Form von Geld oder Wertschriften bereitstellen. Um die Finanzstabilität sicherzustellen, müssen die Unterschiede zwischen Risikomodellen der CCPs verstanden und übermässige Abweichungen vermieden werden. Für CCPs besteht das Risiko eines Zahlungsausfalls («Default») der anderen interoperierenden CCPs. Daher fordern interoperierende CCPs auch untereinander Margen ein und decken diese, indem sie spezifische zusätzliche Sicherheiten ihrer Clearing Members hereinnehmen.

Die Rechte und Pflichten zwischen den interoperierenden CCPs werden durch verschiedene Vereinbarungen geregelt, zum Beispiel durch das Master Clearing Link Agreement (MCLA). Diese Vertragsbeziehungen werden eng von den Behörden überwacht. Darüber hinaus finden spezifische Richtlinien der ESMA und weiterer Aufsichtsbehörden Anwendung, mit denen das Risiko aus diesen Vereinbarungen begrenzt wird.