Post-Trade-Dienstleister müssen Mehrwert schaffen, indem sie neue Dienstleistungen anbieten und neue Technologien validieren

Post-Trade-Dienstleister müssen Mehrwert schaffen, indem sie neue Dienstleistungen anbieten und neue Technologien validieren

Eine neue Studie von SIX Securities Services hat ergeben, dass 67% der Befragten der Meinung sind, dass sich Post-Trade-Dienstleister bis 2027 auf die Schaffung neuer Dienstleistungen und Ertragschancen konzentrieren müssen, wenn sie weiterhin einen Mehrwert schaffen wollen, der über das «normale Funktionieren» hinausgeht. Die von einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen durchgeführte Studie zeigt, dass diese «Suche nach Wert» nicht nur auf die Liquiditätsversorgung, Effizienz und Risikominimierung ausgerichtet sein sollte.

63% der Befragten sahen in der robotergestützten Prozessautomatisierung («Robotic Process Automation», RPA) und künstlichen Intelligenz («Artificial Intelligence», AI) die Technologien mit dem grössten Wertschöpfungspotenzial, gefolgt von der Distributed Ledger Technologie (DLT, 57%), Kryptowährungen (50%) und Anwendungsprogrammierschnittstellen («Application Programming Interfaces», APIs, 37%).

Die Bedrohung durch kleinere, agilere Fintech-Unternehmen ist deutlich erkennbar: 37% der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen bis 2027 «höchstwahrscheinlich» für mindestens eine Post-Trade-Dienstleistung zu einem Fintech-Anbieter wechseln wird. Am deutlichsten fällt diese Prognose bei den Vermögensverwaltungsgesellschaften mit 60% der Befragten aus. Die drei Hauptvorteile eines Fintech-Unternehmens bestehen darin, dass es als flexibler wahrgenommen wird und somit in der Lage ist, schneller auf Kundenbedürfnisse zu reagieren. Zudem werden Fintech-Unternehmen als fähig angesehen, Lösungen aus einer innovativeren Perspektive zu entwickeln. Für Fintech-Unternehmen wird auch angenommen, dass die Mitarbeitenden über andere Fähigkeiten verfügen, durch die vermehrt wertorientierte Dienstleistungen angeboten werden können.

43% der Befragten glauben, dass Post-Trade-Dienstleister mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten müssen, um den gleichen Grad an Innovation zu erreichen. 53% der Befragten verweisen auf die Notwendigkeit, verschiedene branchenfremde Talente anstellen zu müssen, um die Kunden langfristig zu binden. Im Gegenzug betonen 37% der Befragten, dass für die zukünftige Wertschöpfung eine Kombination aus technologischem und finanziellem Know-how erforderlich ist. Ein detailliertes Verständnis der Rahmenbedingungen und die Fähigkeit, neue Lösungen zu entwickeln, müssen Hand in Hand gehen.

Valerio Roncone, Leiter Markets & Clients und Mitglied der Geschäftsleitung von SIX Securities Services, zu den Ergebnissen der Studie: «Ziel jedes effektiven Post-Trade-Dienstleisters sollte es heute sein, die Fähigkeiten zur Problemlösung und Wertschöpfung durchgängig für den gesamten Markt zu entwickeln. Diese neue Studie bestätigt uns darin, wie wir die kommenden Herausforderungen der Branche annehmen und die Probleme unserer Kunden angehen: Wir haben bereits ein Paket von Mehrwertlösungen entwickelt – die Advanced Services. Diese unterstützen Finanzinstitute dabei, ihre operationelle Komplexität sowie ihre operationellen Risiken signifikant zu reduzieren und Redundanzen innerhalb einer gegebenen End-to-End-Prozesskette zu eliminieren. Zudem haben wir uns verpflichtet, diese Lösungen weiter zu optimieren, um sicherzustellen, dass wir auch zukünftig nachhaltigen Wert für unsere Kunden und die Kunden unserer Kunden – die Endanleger – schaffen.

Über die Studie

Im September und Oktober 2017 wurden 60 Entscheidungsträger von Finanzinstituten in den USA, Grossbritannien, Deutschland und der Schweiz befragt. 30 Befragte sind bei Vermögensverwaltern tätig, 30 bei traditionellen Banken (einschliesslich Depotbanken).